BSV Revier-Dialog mit Vereinen im SCFF

Trainings-Stützpunkte für Allgäuer Segler

Beim Gespräch mit dem Landesverband zeigten sich viele Allgäuer Segelvereine an einer verbesserten Regionalarbeit interessiert

Füssen, 11. Juli 2019 – Die Allgäuer Leistungssegler sollen bereits ab nächstem Jahr eigene regionale Stützpunkte erhalten. Zudem sollen die Ausbildungsangebote für ehrenamtliche Trainer, Wettfahrtleiter und Schiedsrichter deutlich ausgeweitet werden. Das sind die Kernergebnisse des Revier-Dialogs des Bayerischen Seglerverbands, der am 11. Juni im Segelverein Füssen Forggensee (SCFF) stattfand.

Es gibt mehr Segelclubs im Allgäu als viele denken. Alpsee, Bodensee, Ellwanger See und Forggensee sind nur die größten der vielen Seen dieser Region. So hatten sich am 11. Juni immerhin 28 Vertreter und Vorstände der Segelclubs aus dem Allgäu und dem Bereich bayerischer Bodensee in den Räumen des gastgebenden SCFF am Forggensee eingefunden. Eingeladen hatte der Bayerische Seglerverband, der seinen Service für die mehr als 300 bayerischen Segelvereine verbessern will.

Das neue Stützpunktkonzept für Nachwuchsleistungssegler weckte sofort das Interesse der Allgäuer. Es soll das Training besser in die Regionen bringen. Dadurch müssen die in der Regel jugendlichen Segler nicht mehr so oft und weit reisen wie bisher. Am Ammersee gibt es bereits ein Pilotprojekt und in Franken befindet sich ein weiteres im Aufbau. „Das wollen wir auch bei uns,“ sagten viele Allgäuer Vereinsvertreter, darunter auch einer der größten Vereine in Bayern, der Lindauer Segler-Club LSC.

Sie zeigten sich außerdem sehr interessiert an der geplanten gemeinsamen Informationsbasis des Verbands. Mit ihrer Hilfe sollen die Segelvereine künftig von den Erfahrungen Anderer profitieren können. Der Bayerische Seglerverband sagte den anwesenden Vereinen Unterstützung für die Kooperation mit den Behörden zu, auch mit dem Ziel, staatliche Verbote durch freiwillige Vereinbarungen zu ersetzen.

Vor allem aber wünschten sich die Allgäuer Segelclubs eine unverzügliche Intensivierung der Ausbildung von Wettfahrtleitern, Trainern und Übungsleitern. Diskutiert wurde zudem über Initiativen, um das Alter der Jugend einheitlich auf 27 Jahre anzuheben. „Bisher fallen allzu oft Sportler aus jeglicher Förderung, weil sie das 18. Lebensjahr erreichen,“ berichtet der neue bayerische Landestrainer Robert Remus. „Das kann im Extremfall dazu führen, dass aussichtsreiche sportliche Karrieren abrupt beendet werden.“

„Mit dem Treffen im Allgäu konnten wir die erste Runde unseres Revier-Dialogs sehr erfolgreich abschließen“, sagt der Vorsitzende des Bayerischen Seglerverbands Dietmar Reeh. „Die Vereine haben uns gezeigt, wo der Schuh drückt. Diese Bereiche müssen wir jetzt angehen.“

BSV Vize-Präsident Sigi Merk präsentierte zusammen mit seinen Vorstandskollegen Dietmar Reeh, Präsident, und Timo Hass, das neue Konzept des Bayerischen Segler Verbands vor 28 Vereinsvertretern aus dem Allgäu und Lindau.

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