Pressemitteilung in Sachen Wassersport

Wassersport in Bayern im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie:
Die Wassersportsaison hat aufgrund des sonnigen Frühlingswetters pünktlich zu den
Osterferien Fahrt aufgenommen. Allerdings treffen auch den Wassersport in der
gegenwärtigen Lage viele Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.
Wie in vielen anderen Bereichen auch wird den Betroffenen in dieser Zeit großes Verständnis
aber vor allem auch Einsicht und selbstkritisches Handeln abverlangt. Was heißt das nun
konkret?
Der Schutzzweck der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist die
Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus. Der eigene Hausstand darf nur bei Vorliegen
eines triftigen Grundes verlassen werden (bspw. Arztbesuch, Einkaufen, Berufsausübung
etc.).
Sport und Bewegung an der frischen Luft stellen einen triftigen Grund dar, allerdings
ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige
Gruppenbildung.
Dieses gilt auf den Bundeswasserstraßen Main, Main-Donau-Kanal und Donau und auf allen
bayerischen Landesgewässern, wie z.B. dem Chiemsee.
Untersagt ist der Betrieb sämtlicher Einrichtungen, die nicht notwendigen Verrichtungen des
täglichen Lebens sondern der Freizeitgestaltung dienen. Damit ist der Betrieb von
Sportboothäfen, Vereinsgeländen, Trockenliegeplätzen, Bootshallen, Wasserski- und
Wakeboardanlagen etc. ausgeschlossen. Sie bleiben gesperrt. Damit bleibt auch der Zugriff
auf die dort befindlichen Wasserfahrzeuge verwehrt. Auch die Vermietung von
Wassersportfahrzeugen dient der Freizeitgestaltung und ist untersagt.
Der Kranbetrieb von Booten ist grundsätzlich nur gewerblich zulässig.
Ein Einwassern von Wassersportfahrzeugen/-geräten von Privatleuten ist lediglich in öffentlich
zugängigen Bereichen, z.B. an öffentlichen Slipstellen, zulässig.
Auch Arbeiten von Bootseignern an ihren Wasserfahrzeugen (z.B. Herrichten zur Vorbereitung
der Einwasserung, Streichen, Schleifen etc.) stellen keinen triftigen Grund zum Verlassen des
eigenen Hausstands dar und sind derzeit nicht zulässig.
Zugelassen ist die Ausübung des Sports und die Bewegung an der frischen Luft, allerdings
nur alleine oder mit Personen des eigenen Hausstands.
Hierunter fallen insbesondere

  • Bootfahren mit Segel- oder Ruderbooten
  • Stand-up-Paddeln
  • Kitesurfen, Windsurfen
  • u.ä.

Der Betrieb von maschinengetriebenen Sportbooten ist nicht zulässig; dieser fällt nicht unter
den Begriff „sportliche Betätigung“. Keine Rolle spielt dabei, ob es sich um Verbrennungsoder
Elektromotoren handelt.
Angeln ist gestattet, entsprechend der jeweiligen Fischereierlaubnisauflagen auch vom
Ruderboot oder Motorboot aus. Gemeinschaftsangeln ist nicht erlaubt.
Bitte beachten Sie: Bei der Ausübung des Wassersports kommt es immer wieder zu
Rettungseinsätzen, bei denen die Wasserwacht, die DLRG, die Rettungsdienste, die
Feuerwehr und Polizei eingebunden werden. Deren Einsatz wird gerade jetzt insbesondere
anderweitig gebraucht.

Und hier noch ein aktuelles Dokument vom BSV

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