Arbeiten am Damm im Zeitplan

(Bericht aus der Allgäuer Zeitung)

Forggensee Uniper Kraftwerke widersprechen kursierenden Gerüchten

Füssen/Ostallgäu In Füssen kochen die Gerüchte mal wieder hoch: Die Dammsanierung des Forggensees werde sich auch über die Saison 2019 hinziehen, somit wäre auch im kommenden Jahr kein Wasser im See. „Es gibt überhaupt keinen Anlass für Spekulationen“, widerspricht Uniper-Sprecher Theodorus Reumschüssel. Die Arbeiten würden im Zeitplan liegen und sollen im Frühjahr 2019 abgeschlossen werden. Ohnehin könnte man schon jetzt einen deutlich höheren Pegel im See fahren, wenn man nicht ein Problem hätte: „Das Wasser kommt halt nicht“, eine Folge des niederschlagsarmen Sommers.

Im nur teilweise gefüllten Forggensee sitzen einige Segler und die städtische Schifffahrt auf dem Trockenen, Fischer retten in austrocknenden Tümpeln Fische. Und das soll – so lauten nun Gerüchte – auch im kommenden Jahr so sein, denn die Arbeiten am Staudamm würden sich verzögern.

Glasfaserkabel einbringen

Das sei alles rein spekulativ, sagt Reumschüssel, der Sprecher der Uniper Kraftwerke GmbH: Die erste Phase der Arbeiten, deren Ziel es war, den Damm soweit zu stabilisieren, dass ein Aufstauen möglich war, sei bereits vor Wochen erfolgreich abgeschlossen worden. Momentan werde das moderne Kontrollsystem auf Glasfaser-Basis in den Dammkörper eingebracht. Wie berichtet, ist der Roßhauptener Damm weltweit der erste, der in diesem Umfang mit dieser modernen Überwachungsmethode ausgestattet wird. „Daumendicke Kabel werden nach unten geschickt“, sagt Reumschüssel.

Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kommt ein MIP-Gerät (MIP: „Mixed In Place“) zum Einsatz. Es fertigt eine Art Schablone für das Schlitzwandgerät an, indem entlang der geplanten Trasse für eine Schlitzwand der Boden an beiden Seiten im Abstand von einem Meter bis in eine Tiefe von maximal neun Meter verfestigt wird, ähnlich einer Betonwand. Zwischen diesen Wänden wird später die bis in eine Tiefe von bis zu 80 Meter reichende Schlitzwand – sie dient der dauerhaften Dammdichtung – hergestellt. Bis ins Frühjahr 2019 sollen alle Arbeiten dauern, zu deren Abschluss auch noch die Straße am Damm wieder hergerichtet wird. (hs)

 

Foto von Harald Wanninger

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